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Was nutzt der schönste Angelplatz, wenn dort keine Fische sind? Das gilt für alle Gewässer dieser Welt. Ob beim angeln im Fluss, am See, im Meer, in Deutschland, Norwegen oder Stockholm, die Wahl des richtigen Angelplatzes ist ganz entscheidend für den Erfolg. Aber bitte auch auf folgende Dinge achten. Der Angelplatz sollte bequem und sicher sein, denn: Niemand angelt gern in unbequemer Stellung oder möchte ständig an der Verbesserung seiner Position arbeiten müssen. Der gewählte Platz sollte sowohl ausreichende Bewegungsfreiheit, aber auch, zumindest beim Angeln im Nahbereich, gute Deckung bieten. Fischverluste kurz vor dem Landen sind besonders ärgerlich - deshalb achten Sie darauf, dass Sie bei der Fischlandung den entscheidenden Schritt in Richtung Fisch ohne grössere Schwierigkeiten tun können. Auf vielen Seen ist die Benutzung eines Bootes erlaubt. Dies bietet natürlich viele Vorteile, aber auch hier gilt - Sicherheit zuerst. Bitte darauf achten, dass das Boot in einwandfreiem Zustand ist und nicht überladen wird.
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Aber was sind denn gute (fischreiche) Angelplätze? Hierzu kann man keine allgemeingültige Aussagen machen. Zum einem kommt es natürlich darauf an, welche Fischarten beangelt werden sollen, zum anderen gibt es mehrere Faktoren welche beachtet werden müssen. Eine grosse Rolle spielen Wassertemperatur und natürliches Futterangebot. Der Fisch ist ein wechselwarmes Tier und nimmt bei höheren Wassertemperaturen mehr Nahrung auf. Selbst Temperaturunterschiede von 1-2 Grad können den Ausschlag geben, ob sich Fische im Angelbereich aufhalten und fressen. Da die Fische natürlich nicht unter Wasser darauf warten, dass sie endlich mal ein Angler füttern kommt, sind Plätze wo sie ein reichliches natürliches Nahrungsangebot vorfinden, besonders gute Angelplätze. Viele Fischarten haben regelrechte Routen, welche immer wieder auf der Suche nach Nahrung abgeschwommen werden. Stossen die Fische auf so einer Route, noch auf einen von uns angelegten Futterplatz, so werden sie diesen erst verlassen, wenn kein Futter mehr vorhanden ist (vorausgesetzt, wir haben sie nicht verscheucht).
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Wie findet man nun Fressrouten oder bevorzugte Aufenthaltsplätze der Fische, welche wir als gute Angelplätze nutzen können? Im Sommer bei hohen Wassertemperaturen ist dies oft relativ leicht, da sich die Fische speziell am Morgen und Abend immer wieder an der Wasseroberfläche zeigen. Springende Karpfen und Weissfische, raubende Barsche, Hechte und Welse dürften den meisten Anglern bereits aufgefallen sein. Werden Fische oft an der Wasseroberfläche beobachtet, so kann man davon ausgehen, dass sich das Angeln an dieser Stelle ebenfalls lohnt. Ebenso kann man den Sommer oft nutzen, um die Bodenstruktur eines Gewässers besser kennen zu lernen. Niedrige Wasserstände geben oft einen sonst nicht möglichen Blick auf den Gewässergrund frei. Ich habe bei speziell dafür genutzten Erkundungstouren immer wieder neue Angelplätze entdeckt. Im Winter gilt als Faustregel, dass ruhiges und tiefes Wasser gute Angelstellen verspricht. Die Fische müssen mit ihren Energiereserven haushalten und bekanntlich hat Wasser bei einer Temperatur von 4° Celsius seine grösste Dichte und ist somit am schwersten. das heisst in der Praxis, wenn sich das Wasser im Herbst abkühlt, kommt es zu einer Umschichtung der Wassermassen. Das schwere Wasser sinkt nach unten, während das Wasser an der Oberfläche weiter abkühlt und letztendlich gefriert. Im Frühling hingegen, erwärmt sich flaches Wasser, am besten über dunklem Grund, deutlich schneller als tiefes Wasser. Die Fische spüren dies und ziehen in die flachen Gewässerbereiche, wo sie zudem noch reichlich natürliche Nahrung in Form von Insekten finden. Viele Fischarten laichen aber auch im Flachwasser ab, da die höheren Wassertemperaturen die Entwicklung der Eier und der Fischbrut begünstigen. Jetzt findet man die besten Angelplätze oft im Nahbereich. Aber Vorsicht - ohne ausreichende Deckung sind die Fische schnell verscheucht. Wenn nun keine der vorgenannten Voraussetzungen gegeben ist, sind Bereiche wo sich Pflanzen oder Hindernisse unter Wasser befinden, gute Angelplätze. Hier finden die Fische Deckung und zugleich Nahrung. Ein weiterer Tip ist, den Gewässergrund genau auszuloten. Scharkanten, Sandbänke oder sonstige Unebenheiten am Grund, sind immer besonders erfolgversprechende Angelplätze, da dort oft natürliche Nahrung angespült wird. Günstig beim Uferangeln sind Plätze, wo man in geringer Entfernung eine Wassertiefe von 2 Meter und mehr vorfindet. zum einem ziehen die meisten grossen Fische tagsüber in Tieferes Wasser, zum anderen ist die Gefahr die Fische zu verscheuchen deutlich geringer. Auf der Suche nach solchen Angelplätzen sollte man Ausschau nach Stegen, Schiffsanlegestellen oder Staumauern halten.
Wer an ein fremdes Gewässer kommt, kann die einheimischen Angler nach guten Angelplätzen fragen. Manchmal sind diese jedoch leider nicht sehr auskunftswillig. Dann hilft nur beobachten. Dort wo die ortsansässigen Angler sitzen, sind meist die besten Angelplätze.
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